Heute machen wir eine kleine Wanderung an unserem Stausee Embalse de Pedrezuela vor schneebedeckten Bergen. Wir starten in Guadalix de la Sierra, einem Nachbarort am Oberlauf des 'Erlenbaches' Guadalix. Der Ort ist noch einmal deutlich ruraler als bei uns, Pferde und Kühe, Schafe und Ziegen werden hier gehalten. Landwirtschaft mit Getreidefeldern gibt es ja rund um Madrid nicht in großem Stil, weil in der langen trockenen Sommerzeit nichts überleben würde.
Neben den Nutztieren gibt es auch noch frei lebende (hauptsächlich beflügelte) Exemplare und es ist wieder Storchsaison.



Die Bildausbeute ist heute mau, einerseits weil die Lichtverhältnisse schwierig sind, nur ab und zu blickt die Sonne heraus. Andererseits bin ich auf einem Pfad am Hang ausgerutscht und habe mir nicht nur die Rückseite der Hose vollgesaut, sondern auch die Linse.
Trotzdem ist die Farbpalette gut gefüllt; die Grundfarben strahlen hell heraus.





In der Sonne ist der See so richtig knalleblau, und kontrastiert schön mit dem Weiß-Blau des Himmels und dem braunen Streifen Land dazwischen.



Nachdem ich durch meinen Plumps auf das Sitzfleisch auch eingesehen habe, dass der Weg über den Hügel nach den Niederschlägen der letzten Tage nicht sinnvoll begehbar ist. Also laufen wir am Wasser entlang um die Landzunge zum Peñarrubia, dem blonden/hellen Felsen. Dort soll eine Höhle sein, aber es ist heute zu matschig und rutschig, um dort hochzuklettern.

Also kehren wir um, und werden Zeuge eines versuchten Verbrechens: Ein Storch holt im steilen Flug Schwung, fliegt dann mit hoher Geschwindigkeit flach auf das große Storchennest zu, und versucht das dort nistende Tier zu verjagen. Er hat jedoch nicht mit dem Partner (oder der Partnerin, ist bei Storchen schwer zu sagen) gerechnet. Das Tier hat bemerkt, was passiert, und kommt von oben zur Hilfe. Nach kurzem Gerangel gibt der Angreifer auf, taumelt vom Nest und sucht das Weite.
Das wäre beinahe schiefgegangen, aber gemeinsam konnte das Paar ihr Nest verteidigen.
Leider ist die Linse inzwischen sehr schmutzig, und das Bild ist nicht 100%ig scharf. Aber OpenAI kommt zur Hilfe – viel besser wird es nicht, aber die Punkte sind doch sehr störend.


Während es beim Laufen angenehm warm war – als wir dann vor der Bar sitzen, zittern wir dann doch ordentlich. Ein Blick auf den Kalender offenbart, dass es auch in Madrid seit heute Winter ist.
