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Zum Chiringuito

Am nächsten Morgen beginnen wir den Tag erneut mit einem Pan de tomate auf der Dachterrasse des Hotels. Das Wetter ist heute noch einladender. Es geht jetzt weiter Richtung Tarifa, nach Südosten der Küste entlang.

Schon nach ein paar Schritten das erste Problem: Die Brücke über den Río Salado ist gesperrt. Also Schuhe aus, ganz runter zum Strand und dann durch den "salzigen Fluss" waten. Barfuß geht es jetzt 4 oder 5 Kilometer über den Sand. Meist geht es einigermaßen gut, nur an ein paar Stellen ist es anstrengend zu gehen, weil der Sand unter den Füßen wegrutscht.

Der Strand ist fast menschenleer, es ist sehr ruhig und fast meditativ, hier zu laufen. In El Palmar de Vejer verlassen wir den Strand und laufen über die Strandstraße. Eine kurze Pause in einer der wenigen offenen Bars stärkt für den weiteren Weg, und wir beobachten die Gruppen von jungen Surfern – überwiegend Deutschen – die hier das Leben genießen.

Auf dem Weg zum nächsten Ort weichen wir ins Hinterland aus. Hier sind viele in Bambus und Schilf versteckte Fincas, die nur über Sandpisten zu erreichen sind.

Auch im Ort Zahora sind die meisten Straßen Sandpisten, bei Regen vermutlich teilweise eher Kanäle als Straßen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Höhepunkt des Tages, und nicht nur ich kann es kaum erwarten: Mein Vater kommt uns entgegen, um uns den letzten Kilometer abzuholen. Hinter Zahora steht der Torre Trafalgar, errichtet im 16. Jhdt. zum Schutz vor den Berberpiraten, und durch die Seeschlacht von Nelson gegen die napoleonische Flotte zur Berühmtheit geworden. Am Strand davor sind ein paar wunderschöne Chiringuitos. Unser Favorit ist das schon vor zwei Jahren besuchte Ohana direkt am Eingang zum Strand. Hier bleiben wir ziemlich lange und genießen das Leben.

Zwei Stunden später bin ich ein wenig tipsy. Zum Torre geht es noch, aber weiter wird es heute nicht mehr.

Erstaunlicherweise kamen wir heute aber trotzdem auf 23 Kilometer – das verblüfft mich selbst. So weit fühlte es sich nicht an.

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