Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

So much Science

Wir schlendern einmal wieder am Ufer des Pu entlang, diesmal am Bund, der ehemaligen britischen Handelssiedlung. Hier ist wohl die Top-Fotolocation für Frischvermählte, es sind ein paar dabei, die den Moment für die Ewigkeit einfangen wollen.

Hier steht passenderweise das Monument der Helden des Volkes, das an diejenigen erinnert, die China von der Fremdherrschaft befreit haben. Und wer seinen Kaiser Wilhelm und die Hunnenrede kennt, der weiss, dass das nicht nur die Engländer, Franzosen und Holländer waren, auch wir waren nicht die besten Freunde der Chinesen.

Als wir erfahren, dass Gabis Koffer heute – einen Tag vor Abflug – endlich auch angekommen ist, nehmen wir den Transrapid zum Flughafen und bekommen nach viel Bürokratie und Rumgesuche (wo war der jetzt gleich wieder?) tatsächlich den Koffer zurück!

Und nicht nur der Koffer ist verspätet, auch der Transrapid braucht deutlich länger als die berühmten Stoiber’schen „10 Minuten“! Aber immerhin: Hier fährt er…

Am Nachmittag besuchen wir das Science & Technologie Museum. Während der Transrapid echte Wissenschaft zum Anfassen war, erinnert das Museum eher an ein amerikanisches Diorama mit Show-Wissenschaft. Nett gemacht, aber der Fokus liegt eher darauf, Schulkinder zu begeistern, als auf Wissenschaft. Das ist ein durchaus sehr valider Ansatz, aber für mich eher langweilig.

Wirklich weh tut allerdings, dass hier der Internet Explorer als Symbol für die Entwicklung der Informationsgesellschaft steht. Das tut echt weh! Kaum etwas hat die Weiterentwicklung des Web so sehr beeinträchtigt wie dieses Stück Software-Müll. Und das gibt inzwischen selbst Microsoft zu.

An unserem letzten Abend geht es nochmal richtig gut Essen – wie Bayern in Deutschland oder Georgien in der Ex-UDSSR stehen die Uiguren in China für das leckerste Essen. Leider auch für massive Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung. Deswegen doppelt gut, dass wir hier nochmal ein paar Euro liegen lassen!

Die Uiguren sind ein Turk-Volk, und somit fühlen wir uns gleich ganz heimisch wie zuhause in Neuperlach. Heute ist auch Unterhaltungsprogramm mit Tanz und Musik, und so haben wir neben gutem Essen auch viel Spaß!

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Thema von Anders Norén