Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Gladstone

Relativ kurz nach Sunshine Coast kommen wir an Eumundi vorbei. Die Stadt ist bekannt für die ganzjährigen Märkte. Wir schlendern eine Zeit lang und shoppen ein bisschen, aber im Endeffekt gibt es die selben Sachen, die es bei jedem anderen Markt auch gibt.

Eumundi Square Market

Hier kann man während des Shoppens seinen Mann anleinen

Die Fahrt in den Norden ist ziemlich eintönig, die Landschaft ist zwar ein wenig einsichtiger als die letzten Tage, weil hier weniger dichter Wald ist – die Kühe brauchen ja Weidefläche – und es zieht sich ganz schön nach Gladstone. Dort erreichen wir gerade noch rechtzeitig das Visitor Center, bevor es schließt, und buchen dort unseren Urlaubsabschluss.

Blick auf Gladstone von einem Strand etwas südlich

Nachdem wetterbedingt die Badetage an der Goldküste entfallen sind, haben wir doch den 1000km-Umweg hier hoch gemacht. Denn hier beginnt das Great Barrier Reef!

Die grün markierte Insel ist Heron Island

Eigentlich hatten wir das bei der Reiseplanung ausgeschlossen – zu weit weg, und hier oben sind wir schon im tropischen Wettergeschehen – und es ist Cyclone Season. Aktuell sieht es aber gut aus – der Wetterbericht sagt, dass es ab Montag aufklart und die Sonne wieder raus kommt. Es regnet auch nur noch ab und zu mal, darum nehmen wir uns bis Montag einen Campingplatz am Meer in Tannum Sands 20 Minute südlich von Gladstone.

Blick auf die Gladstone Marina

Gladstone selbst ist nicht sehr einladend, eine Pipeline für Flüssiggas endet hier. Es gibt bereits einen Hafen, und es wird ein neuer, viel größerer geplant, an dem dann angeblich zwei Schiffsladungen Flüssiggas pro Tag abgeholt werden sollen. Das erscheint mir viel, wir reden von Tankergrößen wie diesem (Bild) und großer, und davon zwei am Tag?

Aktuell, so klärt uns Ron vom Visitor Center auf, gibt es hier bereits sechs Schiffsbewegungen (aber eben nicht nur Tanker) am Tag. Tatsächlich sehen wir am Folgetag neben dem Tanker noch ein (allerdings leeres) Containerschiff aneinander vorbei fahren – und das hier, am A*** der Welt 600km entfernt von Brisbane, in einem Ort mit nicht mal 30.000 Einwohnern?

Eines der kleineren Schiffe, die hier vorbei fahren

Wir treffen am Campingplatz ein sehr nettes australischen Paar, mit dem wir uns lange unterhalten, und werden eindringlichst gewarnt hier auf keinen Fall zu Baden. Quallen und Krokodile soll es hier geben, und extrem giftige Steinfische. Ein paar Leute am Strand sind anderer Meinung, aber da es immer noch grau und regnerisch ist, ist der Strand fast leer.

Dafür gibt es viele Vögel zu sehen, Kookaburras sind recht häufig, dann gibt es Froschmaul-Eulen, die auf dem Ast kaum auffallen, und die wir nur entdecken, weil uns jemand darauf hinweist.

Verblüffend sind die langfüssigen schwarzen Vögel mit dem roten Gesicht, denn die greifen mit ihren Füssen tatsächlich. Ich wusste nicht, dass es Vögel gibt, die mit Ihren Beinen Dinge „in die Hand“ nehmen können. Erst dachte ich, der Vogel säubert seinen Fuss, weil er sich dort etwas eingeklemmt hat, aber die greifen wirklich Grashalme und Äste vom Boden auf und führen sie zum Schnabel um sie abzuschlecken. Vermutlich, weil dann Ameisen dran hängen.

Eine schön gefärbte Taube

Ameisen vom Stock schlabbern

Nur auf den zweiten Blick im Baum erkennbar sind diese Eulen

Kookaburra

Ich freue mich sehr auf das Riff, wir werden mit der Passagierfähre nach „Heron Island“ – einer kleinen vulkanisch entstandenen Insel mit umgebendem Korallenriff – fahren und dort zwei Nächte im Hotel bleiben. Angeblich schlüpfen dort gerade die letzten Schildkröten, mit Glück können wir noch welche sehen.

Tipp: Im Visitor Center buchen ist deutlich billiger als über Internet, am Ende liegen wir mit Fähre 50 Dollar unter dem im Internet buchbaren Hotelpreis ohne Fähre.

Wunderschöne Blüte

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