Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Hinagdanan Cave und Momo Beach

An Silvester ist Gabi lustlos und nicht zu einem Ausflug zu bewegen, und so fahr ich alleine zu der „Leiterhöhle“. Die Hinagdanan Cave wurde entdeckt, als der Landbesitzer die Wurzeln eines toten Baumes aus dem Boden riss, und das Loch dann viel tiefer war als erwartet. Er hat dann eine Leiter (Auf Cebuano „Hinagdan“) hinab gebaut, und somit war der Name geboren.

Sprachen auf den Philippinen sind sowieso interessant, dass die Inseln mal spanische Kolonie waren, merkt man sprachlich nur noch an den Ortsnamen. Ab 1900 waren die Inseln amerikanische Kolonie, und somit spricht praktisch jeder Englisch. Das ist auch wichtig, denn auf jeder Insel wird mindestens eine eigene Sprache gesprochen, insgesamt über 170 verschiedene Sprachen. Eine gemeinsame Sprache ist das Tagalog, das viele Filipinos verstehen, aber nicht alle. Wenn Filipinos von verschiedenen Inseln miteinander sprechen, dann in Tagalog oder Englisch, ansonsten sind die Sprachen so unterschiedlich, dass sie sich nicht verständigen können.

Ebenso ist das Fernseh- und Radioprogramm gemischt Tagalog und Englisch. Der Präsident hält Reden meist in Tagalog. Ich habe eine Filipina gefragt, wie das funktioniert, wie da ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, wenn man sich nicht versteht? Die Antwort hätte mir klar sein können: „Gott hat uns als ein Volk geschaffen“.

Hier auf Panglao und Bohol spricht man die Sprache der Nachbarinsel Cebu, eine der verbreiteteren Sprachen.

Zurück zur Höhle: Nachdem ich den Eintritt bezahlt habe, darf ich durch die Leiter und ein paar Stufen hinab steigen. Das geht flott, denn die Höhle ist nicht so riesig, aber dafür unten mit Grundwasser gefüllt. Man darf hier baden, das nutze ich zur Abkühlung auch.

Momo Beach

Auf dem Rückweg fahre ich an einem weiteren Strand vorbei – Momo Beach. An den meisten Stellen sind die Küsten hier schroff und mit Mangroven bewachsen, nur an wenigen Stellen gibt es Sandstrand.

Ich will es nochmal mit Schnorcheln probieren, aber es ist ziemlich Wellengang. Der aufgewirbelte Sand erlaubt maximal 20cm Sichtweite, als es dann aber weiter draußen tiefer wird sieht man einigermaßen. Außer dem stacheligen Fisch – dem ich lieber mal nicht näher komme, weil der giftig ist – sehe ich aber kaum etwas.

Von Oben

Dafür darf ich mir am Abend aber die Drohne meines Schwagers ausleihen, und fliege ein wenig in den Sonnenuntergang.

Deutlich zu sehen ist von hier oben, wie hier Müllentsorgung passiert. Es qualmt wie im Sommer am Flaucher!

Die Bucht hinterm Haus
Hier waren wir ebenfalls schon wenig erfolgreich Schnorcheln

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