Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Mardi Gras Galveston 2015

Die Wohnmobile sind aufgebaut, die ersten Grills heizen schon, die Sonne scheint zumindest gelegentlich schon – alles ist bereit für den ersten Faschingszug der Feierlichkeiten. Mardi Gras ist eine ursprünglich in New Orleans entstandene Faschingstradition, die sich inzwischen über die ganzen USA ausgebreitet hat und vor allem im Süden gefeiert wird wie der Karneval in Köln.

Um Mittag CST, also 19 Uhr MEZ startet der erste Umzug. Noch kann man sich frei bewegen, aber die ersten Paradewagen stehen schon da.

Inzwischen ist es kurz vor Mittag, wolkenlos und die Sonne brennt bereits jetzt ganz heftig. Es wird immer noch überall aufgebaut und gelegentlich auch schon vorgeglüht. Weitere Paradewagen rücken an, einer ist von BASF gesponsort.

Ich bin auch schon „in the mood“ und habe für Cider-Nachschub gesorgt – wie man an den Bildern oben sieht, habe ich auch schon bisschen was getrunken.

Nachdem die Polizei die Straße frei gemacht hat geht es los. Zuerst natürlich Militär, die Bewaffneten rotieren die Gewehre. Danach kommen gemischt die Vereine (Krewes), die Schulen, Tanzgruppen sowie ein paar wenige einheimische Firmen die es werblich nutzen. „Ziel“ des Umzugs ist es die Beads zu fangen, also diese bunten Ketten. Meine Ausbeute ist nicht schlecht, aber die kleinen Kinder neben mir haben so viele, dass sie kaum noch stehen können!

Nach der Parade ist die Strasse ganz schnell wieder frei, viele Leute gehen an den Strand gleich neben der Strasse, einige trauen sich sogar ins kalte Wasser. Nachdem die Nacht hier am Highway nicht so viel Schlaf gebracht hat, brauch ich erst mal einen Mittagsschlaf auf meinem Campingsessel.

Um 6 Uhr startet kurz nach Sonnenuntergang die zweite Parade mit weniger Cheerleadern und dafür mehr Wägen. Die Stimmung ist ausgelassen, viele hatten schon ein Bierchen, und es ist irgendwann gar nicht mehr so einfach die Beads zu fangen. Grund ist natürlich ausschließlich die Dunkelheit.

Die Dunkelheit ist natürlich auch der Grund warum es wenig Fotos gibt…

…aber dafür ist der Film besser weil von weiter oben gefilmt:

Ausbeute der beiden Umzüge: 63 Beads, 2 Leuchtbänder, 2 blinkende Sterne, 1 Becher. Nicht übel, und ich hab eine Menge an die herumstehenden Kinder abgegeben. Meine Familie zuhause kann also beruhigt sein, es ist für jeden ein Mitbringsel dabei! Und das Auto schmücken kann ich jetzt auch.

Die Feier geht jetzt in den Clubs weiter, aber die Eintrittspreise liegen angeblich bei $50 aufwärts – ohne mich. Leider ist an der Promenade bereits eine Stunde nach der Parade wieder vollkommene Normalität, kaum ist der letzte Paradewagen durch, wird abgebaut und heimgefahren. Wenigstens bedeutet das, dass schlagartig das Handynetz wieder verfügbar ist!

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2021 Unterwegs

Thema von Anders Norén