Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Zum Meer

Nach einem jähen Erwachen – die Kakadus diskutieren seit Sonnenaufgang lautstark und ausdauernd über Weltpolitik – gönnen wir uns erst mal ein ausgedehntes Frühstück. Dann geht es weiter, nach dem Sightseeing Overload gestern muss ich Gabi mit Meer besänftigen. Es geht durch den südlichen Teil des National Park durch dichten Wald, rechts spektakuläre Steilhänge des Bergzuges.

Gariwerd Forest

Ab „Dunkeld“ sind wir wieder auf einer Kategorie „B“ Strasse, also einer gut ausgebauten Landstrasse. Ein letzter Blick auf die Berge, man sieht nochmal schön die flache Westseite und die steile Ostseite.

Südliche Ausläufer der Gariwerds

Richtung Meer ändert sich die Vegetation, hier ist mehr Regen. Auffallend sind die Gewächse, die wie Thuja aussehen, und die es hier von kleinen Sträuchern bis großen Bäumen gibt. Die Blätter sind knallgrün, aber ganz außen gelb. Das macht einen Eindruck, als wäre die Pflanze neongelb wie 80er Jahre Klamotten.

80er Jahre Neon-Thuja

Am frühen Nachmittag erreichen wir Portland, und haben ein herrliches Panorama über den Ozean! Während wir picknicken, kommt die Polizei vorbei und warnt uns, dass hier viel eingebrochen wird, und wir das Auto nicht unbewacht stehen lassen sollen. Was sie uns vermutlich wirklich sagen wollen: Denkt nicht mal dran, hier zu übernachten!

Steile Klippen

Lady Julia Percy Island

Es geht ein Weg runter zum Strand, und was findet sich dort: Eine kleine Replik des Giant’s Causeway, vermutlich durch Iren mit ins Land gebracht!

Giant’s Causeway für Arme

Portland ist ein nettes kleines Städtchen, wir machen einen Spaziergang durch die halbe Stadt (Dauer: 15min, inkl. Kaffeesucht frönen). Zu sehen gibt es kleine Vögel, die nur selten kurz still sitzen um sich fotografieren zu lassen, …

Schwalben

…und größere Vögel, die gerade im Nachbarschaftsstreit sind, und sich quer über die Strasse anbrüllen.

Krähe im Nachbarschaftsstreit

Highlight ist das Historic House, die Old Town Hall. Das klingt jetzt viel zu sarkastisch, die Stadt ist wirklich hübsch, sie haben sogar einen alten, wirklich gut erhaltenen Käfer. Allgemein fällt auf, dass hier wie in Kalifornien viele alte VW rumfahren – T2 hauptsächlich, paar Käfer. Aber auch alte Toyota Vans und Mitsubishi L300. Der fehlende Frost lässt Autos hier einfach länger leben als bei uns.

Old Town Hall of Portland

Knallroter Käfer

Jetzt geht es entlang der Küste Richtung Great Ocean Road, und die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich schwierig. Erst eine recht scharfe Bremsaktion, weil diese Puter direkt hinter einer Kuppe die Strasse queren – wie Snowboarder, die flacken auch immer hinter Kuppen mitten auf der Piste – aber wir haben ja keine Vorurteile 😀

Unvorsichtige Truthähne

Der erste Campingplatz: Kostenlos, aber wir hätten gerne Strom und vor allem eine Dusche. Der Zweite: Fully booked, Labour Day Weeked, have fun finding anything. Der Dritte zeigt schon auf dem Schild: No vacancies!

Inzwischen sind wir in Port Campbell angekommen, und die Sonne geht recht spektakulär unter:

Sonnenuntergang in Port Campbell

Wir fahren noch ein paar Meter weiter hoch auf die Klippen, und sehen den Sonnenuntergang ein zweites Mal. Dann zurück in den Ort, wir wollen bei der Polizei fragen, wie dass denn hier mit wild campen ist, die Aussagen im Internet sind nicht eindeutig. Dort ist aber niemand mehr, dafür entdecken wir kurz darauf noch einen Campingplatz, der wenigstens stromlose Plätze frei hat. Nach einer Dusche können wir wenigstens unstinkig schlafen!

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