Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Los Caminantes (Tag 8)

Das Ende ist nah! Wir checken aus unserem Hotel in Algeciras aus und fahren nach Sevilla. Dort verabschieden wir uns von unserem Begleittrupp, der die Wandertour ziemlich glamourös gemacht hat – nochmals vielen, vielen Dank dafür!

Unsere letzten 21 Kilometer erlaufen wir uns heute in der Stadt der Orangen und Villen bei 25 Grad.

Im Parque de María Luisa finden wir ein Museum mit einer kostenlosen Ausstellung, aber ich bin dort nicht erwünscht:

"Blasphemie verboten" – das wird schwierig bei mir …

Über den Plaza de España geht es durch die Innenstadt zu den Setas, und zwischendrin haben wir noch ein paar Tapas und einen höchst leckeren Arroz Negro genossen.

Die Person auf diesem Rooftop scheint Grafikdesigner zu sein, die Handtücher und die Unterwäsche ist farblich sortiert aufgehängt. Sauber!

Auf dem Weg zur Abschlussfeier sehen wir das passende Schild: "Absolute Priorität für Fußgänger". Die 20 ist ein Symbol für unsere täglichen Kilometer, nehme ich an.

Am Kanal des Guadalquivir geht es am Torre de Oro vorbei, der gerade den Mond aufspießt.

Im Muelle de Nueva York sind wir zwar mit Abstand die ältesten Gäste, das stört uns aber nicht – wir feiern bei mehreren Runden Cocktails unseren Erfolg, und torkeln dann noch vier Kilometer zum Hotel.

Über 160 Kilometer sind wir diese Woche gewandert, die Hose spannt diesmal nicht am Bund, sondern an der Oberschenkeln – das ist eine angenehme Abwechslung! Und ich bin sehr zufrieden, weil ich weiß, dass das noch nicht mein Limit war. Fortsetzung folgt hoffentlich …

Morgen früh geht der iryo nach Madrid zurück – wieder in erster Klasse und Mittagessen am breiten Ledersessel für ungeheuerliche 35 €.

Für diesmal sagen die Caminantes "hasta luego" und bremsen das Karussell-Bett.

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