Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Ciutat de les Arts i les Ciències

Die Sprache in der Communidad Valenciana ist nicht spanisch, aber auch nicht catalán. Die Katalanen sagen, es wäre nur ein katalanischer Dialekt, die Valenciános widersprechen entschieden. Wie dem auch sei, jedenfalls bin ich in Barcelona ziemlich verloren, hier habe ich hingegen kaum Probleme.

Ich habe schon länger die "Cuidad de las artes y las ciencias" – die "Stadt der Künste und Wissenschaften" – auf meiner bucket list. Die moderne Architektur hat mich bereits auf den Bildern begeistert. Und ich vermute, dass das Abends ganz nett aussehen könnte. Und da unser Hotel wie gesagt nicht sehr einladend ist, machen wir uns noch auf den Weg in die Stadt. Die Autobahn geht direkt am Meer entlang, und wir haben viel Zeit, sie zu genießen – am Ende ist eine Baustelle, und wir stehen eine halbe Stunde im Stop-and-go.

Kaum in der Stadt fahren wir direkt am Stadion vorbei, wo just in dem Moment als wir vorbeifahren der Stadionsprecher den Spielstart verkündet. Wir fahren mit offenen Fenstern, denn es ist angenehm warm. Erstaunlicherweise finden wir direkt vor dem Palau de les Arts einen Parkplatz, und sind direkt begeistert.

Es geht ein paar Meter in den Park hinunter, und wir stehen an dem flachen Pool, in den die futuristischen Gebäude gebaut wurden. Die Grillen zirpen, die Luft ist warm und feucht, der Himmel sternenklar, und der Vollmond steigt über dem Wissenschaftspalast auf – das klingt kitschig, und so ist es auch.

Ich glaube, seit ich den Grand Canyon das erste Mal gesehen habe, war ich nicht so tief emotional ergriffen. Diese Anlagen sind so wunderschön und erhaben, wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der Vollmond steigt langsam und bedächtig über die Gebäude, und leuchtet viel heller als die Scheinwerfer.

Steigt man zu Straße hoch, so sieht der Palau wie ein Kreuzfahrtschiff aus. Spektakulär ist der blaue Fächer, der sich frei schwebend über das Gebäude biegt.

Auf dem Rückweg zum Auto will ich noch eine letzte Aufnahme machen, mit Venus über dem Palau, da fliegt mir doch glatt ungeplant ein Flugzeug durch das Bild (links unten)

Nach zwei Stunden fahren wir wieder zurück zum Hotel, diesmal ohne Stau, und sind schlagartig große Valencia-Fans geworden! Ich bin so froh, dass wir nach dem langen Tag heute trotz des Staus hier hin gefahren sind – das war ein einmaliges Erlebnis!

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