Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Clearwater, Dali und Terra Ceia

Ich entscheide mich bei knapp über dem Gefrierpunkt verfroren gegen das Frühbaden und fahre direkt in die St.Petersburg/Tampa-Gegend weiter. Dort soll der schönste Strand der USA sein, der Clearwater Beach. Der Strand ist tatsächlich kilometerlang schneeweiß und für einen Strandurlaub sicher gut geeignet. Was mir nicht gefällt: Es gibt keine Strandpromenade, und nach dem Strand sind direkt Hotels und Appartementgebäude. So sehe ich mit dem Rad nur selten den eigentlichen Strand, und an dem zentralen Platz gleich hinter der Brücke ist außer Parkplatz und Rutschburgen wenig los. Es gibt zwar einen Pier, aber auch hier ist nicht wirklich was los.

Daran dass Nebensaison wäre kann es nicht liegen, die Parkplatzsuche ist schwer (und teuer) und überall wuselt es. Nicht nur Menschen, auch Reiher sind hier in Massen und vielen Farben zuhause. Und das Beste: Bis Mittag steigen die Temperaturen auf sonnige 22 Grad! Endlich – so (und gerne noch ein bisschen mehr) darf es bleiben! Von Clearwater geht mit dem Rad eine Runde, über eine Brücke auf den Sand Key, eine weitere vorgelagerte Insel, dann ans Festland zurück nach Norden und wieder über die Highway-Brücke zurück auf Clearwater.

Von meiner Dreibrückenrunde erhole ich mich mit einem Salat beim historischen, allerersten Hooters-Restaurant. So spannend sind die ( . Y . ) aber wie erwartet nicht, und das Essen war auch nicht der Brüller. Dafür war die Aussicht auf das Meer nicht schlecht.

In St. Petersburg steht ein Dali-Museum, und auch wenn die Zeit für einen Besuch nicht reicht (und mir $24 Eintritt auch zu teuer sind) kucke ich kurz vorbei und bewundere die Architektur und die Skulpturen im Garten.

Weiter geht es über die Sunshine Skyway Bridge (Version 2). Version 1 ist 1980 von einem Frachter im Sturm eingerissen worden und hat dabei auch gleich mehrere Autos und einen Bus mit in die Tiefe gerissen. Neben der heutigen Brücke sieht man noch die Enden der Früheren – man hat einfach ans jeweilige Ende einen Abschluss gesetzt und jetzt kann man dort angeln. Auch wenn ich Angeln entgegen der Familientradition skeptisch gegenüber stehe, die Idee hat was. Auf beiden Seiten der Brücke ist ein Rastplatz mit Toiletten und Strand – wenn ich nicht bereits einen Campingplatz gebucht hätte würde ich glatt hier bleiben.

Der Campingplatz liegt am Terra Ceia Preserve State Park, nichts spektakulär Besonderes, aber sehr schön und fast menschenleer. Für meine Abendrunde allerdings zu klein, also fahre ich noch ins Hinterland. Dort wird gerade eine neue „Gated Community“ hochgezogen, rund um künstliche Seen. Sieht echt schön aus, und erstaunlicherweise kann man dort gemauerte (!) Häuser mit weit über 200 qm für unter $400.000 kaufen. Und das nur 20 Minuten über die Bay nach St.Petersburg und 30 Minuten außenrum nach Tampa. Erstaunlich, das hätte ich mir viel teurer vorgestellt.

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