Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Urlaub im Lockdown

Ich könnte jetzt lamentieren, dass wir eigentlich gerade in Madrid sein sollten, um eine Wohnung suchen und uns dort häuslich einzurichten. Dass Urlaub bei 0 Grad und begrenzten Ausgangsmöglichkeiten irgendwie witzlos ist. Aber angesichts dessen, was weltweit passiert, und was vor allem noch auf uns zukommen wird wäre das ziemlich überheblich.

Immerhin darf man bei uns im Gegensatz zu Italien und Spanien noch spazieren gehen. Solange es noch warm war, traf man dabei noch viele Nachbarn – und machte einen großen Bogen um sie. Seit es aber frostig kalt ist, ist es ziemlich einsam im Freien.

Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren noch, aber mit deutlich weniger Fahrgästen. Mitten am Tag war unsere U-Bahn Station absolut menschenleer.

Die Vögel in den Städten leiden unter der Situation, denn ohne Menschen auf den Strassen gibt es auch nicht deren essbare Abfälle. So verschieben sich die Reviere, heute habe ich das erste Mal seit Jahren wieder ein Rotkehlchen gesehen.

Es ist ziemlich eisig kalt, selbst wenn die Sonne hervor schaut, aber aufgrund fehlender Niederschläge liegt auch dieses Jahr kaum Schnee.

Nichtsdestotrotz ist der Frühling kaum zu verleugnen. Die Kirschen läuten den Beginn der warmen Jahreshälfte am spektakulärsten ein, aber auch die Weidenkätzchen glühen in der Sonne.

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