Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Flug zum Meer

Wir kommen ohne Schwierigkeiten mit den Burgrittern durch die Talenge, und es weitet sich danach schnell auf, es geht schnurgerade eine leicht abfallende Ebene herab nach Teruel. Hier ist ein Flughafen – merkwürdig für weniger als 50.000 Einwohner in der Provinz. Aber anders als der Flughafen bei Ciudad Real ist das kein Korruptionsfall, der Flughafen ist tatsächlich nur als Abstellplatz gebaut.

Bereits von der Ferne sieht man jede Menge Kraniche reglos am Boden, und ausnahmsweise ist das ein gutes Signal für unser Klima!

Man sieht bereits am verfügbaren Parkplatzangebot: Das ist kein Passagierflughafen. So viele Parkplätze gibt es hier:

Ab hier geht es über die Autobahn weiter, die wir nur kurz zum Mittagessen verlassen. Wir teilen uns eine lokale Delikatessenplatte, und wie am Land nicht anders zu erwarten liegt auf dem Teller viel fettiges Fleisch – inklusive Blutwurst. Gut, dass wir auch einen Salat dazu haben!

Am späten Nachmittag sind wir dann – Autobahn sei dank – fast so schnell wie im Flugzeug am Meer, und Gabi ist glücklich!

Wir wollen wegen Parkplatz kein Stadthotel, und wählen das Sparangebot in einem Dorf 20km nördlich von Valencia. Keine gute Idee, erst müssen wir auf den Check-In eine dreiviertel Stunde warten, weil Stromausfall ist – gut, kann passieren. Während der Wartezeit an der Bar bekommen wir dann mit, wie der Chef des Hotel eine Gruppe italienischer Kunden rund macht: In einem der Häuser der Hotelgruppe ist ein Stockwerk Quarantänehotel, und die Jungs haben versucht sich zu den Kumpels in Quarantäne zu schleichen. Dumm nur, dass alles videoüberwacht ist.

Die Covidioten sind nicht nur doof, sondern auch nervig: Kleinlaut, als sie zusammengestaucht werden, laut danach. Und weil das Hotel billig ist, hört man jeden Pieps durch die Wand – bis halb vier morgens diskutieren die Nachbargäste lautstark, ich schlafe die ganze Nacht fast gar nicht.

Zu allem Überfluss ist irgendwo ein U-Rohr ausgetrocknet – in den Fluren stinkt es penetrant nach Abfluss. 33 € für das Zimmer ist billig, aber man bekommt, was man bezahlt. Morgen investieren wir wieder mehr!

Und weil das Zimmer so ausladend ist, fahren wir am Abend noch nach Valencia rein – doch dazu gibt es einen eigenen Post. Ich spoilere schon mal: Es war hammermässig!

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