Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Schwitzen und Frieren im Regenwald

Endlich wieder ein Urlaub in die Ferne, es geht ins „unbekannte Land“, lateinisch Terra Australis! Die 16.000 Kilometer dorthin unterbrechen wir nach 12 Stunden Flug kurz nach der 10k-Marke jedoch erstmal in Singapur, wo wir bereits um halb Sieben in der Früh gegen eine Wand laufen – hier ist es nur 30 Grad wärmer als zu Hause, bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Aber wer glaubt, da gewöhnt man sich ja schnell dran, der täuscht. Überall läuft die Klimaanlage auf Hochtouren und zwar mit der Einstellung „Polarnacht“ – da fröstelt es sogar uns noch auf Winter Gepolte. Dann raus aus der Tür, 28 Grad und manchmal so feucht, dass die Brille beschlägt. Wieder rein, Brille friert ein.

Ich bin sehr froh, dass wir hier meine Eltern treffen, und mein Vater den Reiseführer macht, denn noch immer nicht gesund und mit ordentlich Schlafmangel verschwimmt heute viel hinter einem Duseligkeits-Schleier, gegen Abend knacke ich auch immer wieder einfach weg.

Erstes Ziel ist das Marina Bay Sands Hotel, drei Hochhäuser mit knapp 50 Stockwerken, über die man ein flaches Schiff gelegt hat. Baulich beeindruckend, und mit schöner Aussicht von oben auf der einen Seite über die Stadt, und auf der anderen Seite über den Grund des Reichtums Singapurs – immerhin eine der reichsten Städte der Welt: Die Stadt liegt an der Straße von Singapur, einem Streifen Wasser zwischen der Halbinsel von Malaysia und der langen Westinsel Indonesiens. Wer von der Ostküste Asiens, als von Japan, Taiwan und allen Häfen Chinas Schiffe gen Europa schickt, der schickt sie durch die knapp 5km breite Schifffahrtsstraße vor der Küste Singapurs. Dementsprechend das Gewusel hier auf dem Wasser – leider ist es so diesig, dass man es schlecht fotografieren kann. Als Hotelgast kann man hier übrigens die Aussicht aus dem riesigen Infinity Pool genießen, das alleine rechtfertigt die vermutlich nicht so günstigen Preise des Hotels.

Singapur Skyline

Unendlicher Pool mit Blick über die Stadt

Singapur ist eine faszinierende Stadt, hochmodern, schöne Häuser – wenn auch aufgrund Landmangels überwiegend riesige Blöcke – und große Parks, in denen der Rest des Urwalds noch zu sehen ist, der einst die ganze Insel bedeckt hat. Hier hat man mit Liebe zum Detail Wanderwege eingebaut, auf denen man sehr schnell vergessen kann, dass man sich eigentlich inmitten einer einer 5-Millionen-Metropole aufhält.

Sehr schön sind auch die Gardens by the Bay mit ihren künstlichen „Supertrees“ – vor allem Nachts ist das geschickt beleuchtet eindrucksvoll. Bei einer Lichtershow zu Filmmusik blinken und glitzern die Bäume mehrmals pro Abend.

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Das Marina Bay Sands aus den Gardens by the Bay

Supertree by night

 

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