Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Und jetzt endlich: Indien!

Vor 12 Jahren hatte ich drei Monate lang einen indischen Kollegen, mit dem ich mich von Anfang an sehr gut verstanden hatte. Als er wieder zurück nach Indien ging, blieben wir in Kontakt, und wir trafen uns auch nochmal, als er einen weiteren Arbeitseinsatz in Tallin hatte und ein Wochenende nach München kam. Nun endlich, mit einem halben Jahr weiterer Verzögerung aufgrund meines Fahrradunfalls, besuchen wir Hirdesh und seine Familie.

Der Flug geht über Jeddah, wo wir mitten in der Nacht landen. Der Islam ist überall, Allah wird angefleht, dass der Flieger doch bitte heil ankommen soll, es gibt einen rege benutzten Gebetsraum, und beim Überfliegen heiliger Objekte kommt eine Ansage. Der 2,5h Umstiegszeit sind gerade ausreichend, vor Passkontrolle und Security ist eine mehrere hundert Meter lange Schlange.

Weiter geht es nochmal 6 Stunden über Arabien, dann den Persischen Golf und entlang der indisch-pakistanischen Grenze nach Dehli. Wir sehen leider nichts, weil die Checkin-Seite der Saudis-Airline kaputt war, und wir somit Sitze in der Innenreihe haben. Nach der Landung in Dehli geht die Immigration zügig, und wir besorgen uns erstmal Bargeld und SIM-Karten.

Wobei der Provider Airtel nicht besonders modern wirkt, ich glaube das sind Telefonzellen:

Hirdesh hat uns einen Transfer organisiert, und so werde ich das erste Mal am Flughafen mit einem Namensschild erwartet! Es geht durch sehr chaotischen Verkehr über eine Straße mit 10 Spuren – die von den Benutzern aber auf mindestens 30 erweitert werden. Wozu braucht man Spuren, wenn es Hupen gibt? Auf fast allen Lastern steht "Blow Horn" – wenn Du vorbei willst, hup mich an! Und so geht es im Crescendo mit waghalsigen Manövern Richtung Südwesten. Immer wieder fallen uns die Augen zu, weil im Flugzeug kaum an Schlaf zu denken war, das wird besser, als wir auf halber Strecke einen Pitstop bei einem Restaurant machen und lecker essen.

Am frühen Abend kommen wir in Jaipur an und werden mit einer kleinen Zeremonie von Hirdeshs Tochter empfangen.

Wir lernen die Familie kennen, und freuen uns, Hirdesh endlich wieder zu sehen! Recht früh übermannt uns aber die Müdigkeit, und wir können endlich schlafen.

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