Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Der längste Sommer

Mein Sommer begann dieses Jahr bereits im März. Seit dem 4. März genieße ich warmes, sonniges Wetter, und somit einen 257 Tage langen Sommer – o.k., mit dem Hüpfer nach Down Under habe ich gecheated. Trotzdem, was für ein toller Sommer!

So schön das ist: Erstens ist das nicht mehr lustig, wenn man die vielen negativen Folgen des Klimawandels berücksichtigt, und zweitens ist der Sommer seit Gestern wohl endgültig vorüber:

Ein Tümpel im Moor mit Eisdecke

Das Wetter ist immer noch sonnig, aber die Temperaturen begeben sich auf der Jahreszeit angemessene Werte zurück. 

Am Samstag war ich mit einem Kollegen im Südosten von München spazieren – rund um den Ortsteil „Pups“ der Gemeinde Westerham. Abseits des lustigen Namens ist hier aber wenig Spannendes zu sehen, und es gibt nicht mal ein Schild. Dafür eine schöne alte Eiche.

Unterhalb von Pups liegt der „Lauser Weiher“, ein aus mehreren Becken bestehender großer Fischweiher. Am Ufer hat sich jemand eine Plattform gebaut, wohl die Besitzer des gegenüber liegenden Hauses. Von hier können sie am Abend den Blick auf ihr Anwesen genießen.

Der Blick von den Stühlen
Ein Schwan gehört auch zum Weiher

Auf dem Rückweg liegt die Sonne bereits tief am Horizont, obwohl es noch nicht vier Uhr ist.

Rostrote Bäume auf grünem Hügel

Am Sonntag besuchten wir das Spatenbräufilz bei Egling, ein vor 20 Jahren renaturiertes Moor.

Erneut rot auf grün

Trotz wunderschönem Sonnenschein hat es nur noch 3 Grad Tageshöchstwert, und die Moorweiher sind bereits gefroren.

Trotz des mangelnden Niederschlags dieses Jahr ist hier noch genug Wasser im schwammigen Boden, und bald habe ich nasse Füsse.

Das Moos wächst prächtig auf den flachen Lacken.

Und während ich das schreibe, fallen draußen die ersten leichten Flocken vom Himmel:

Let it snow

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