Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Hinter den Bergen

Heute nehmen wir die A-1 Richtung Norden, vorbei an der Rennstrecke „Jarama“, und machen als Aufwärmrunde einen kurzen Halt in Buitrago del Lozoya. Durch den Somosierra-Pass verlassen wir Madrid und betreten auf der anderen Seite der Berge die Region Castilla y Léon.

Von der Autobahn fahren wir eine entzückende kleine Piste nach Sepúlveda.

Kleine Gassen, schöne Häuser, und vor allem die tolle Aussicht zeichnen diesen Ort aus.

Ich frage einen älteren Herren, was das oben auf dem Berg für ein Gebäude sei. Sein Kumpel, ein Notar, habe das gebaut. Er ist aber inzwischen in Rente und jetzt ist das eine Bildungsstätte und kann für Konferenzen gebucht werden. Nettes Häuschen, da hat sich jemand einen Traum erfüllt.

Es ist noch zu früh für Mittagessen, aber trotzdem schon schwer einen Platz in einer der Bars zu ergattern. Wir genießen ein paar Tapas und laufen dann zurück zum Parkplatz außerhalb der Stadt.

Die Route führt jetzt aber nicht um die Stadt herum, ich muss direkt durch die kleinen Gassen voller Menschen. Ganz langsam schleiche ich durch die die Feiertage genießende Menge, Zentimeter an den auf der Straße aufgestellten Tischen vorbei.

Von der anderen Seite sieht man zurück auf die Stadt, und über den Hügel dann auf die Guadarrama – tatsächlich bilden sich hier schon wieder Wolken, die der Wind nach Madrid treibt.

Unser „Hauptziel“ heute ist der Ort Pedraza. Auf einem steilen Hügel gelegen gibt es nur einen Ein- und Ausgang durch dieses Tor:

Obwohl außerhalb ein Parkplatz ist, beschließen einige Fahrer hier direkt in den Ort fahren zu müssen. Das geht nur mit Frust und wildem Herumfuchteln der Arme.

Der Ort ist winzig, aber entzückend. Durch ein paar enge Gassen geht es zum Plaza Mayor, und von dort über die Shoppinggasse zum Castillo. Dieses schließt exakt als wir ankommen: Mittagspause von 14 bis 17 Uhr. Das ist aber nicht tragisch, wir kucken hier und dort ins Tal herunter und auf den Himmel, in dem Störche und Geier ihre Runden drehen.

An der Felswand des nächsten Hügels nisten die Geier, das Jungtier ist schon erstaunlich groß dafür, dass es noch so früh im Jahr ist.

Wir sind noch nicht so hungrig und wollen nur etwas trinken, aber dafür bekommen wir keinen Tisch. Also schlendern wir zum Auto zurück und fahren weiter. Ein wenig weiter südlich liegt ein Gasthaus an einem kleinen Bach, dort speisen und trinken wir hervorragend. So gut, dass erst mal die Beste aller Frauen weiter fährt, und ich meinen Verdauungsschnaps erst verarbeite.

Auf dem Rückweg sehen wir in der Ferne die Kathedrale von Segovia, biegen aber nach San Ildefonso ab, wir wollen noch einen Spaziergang durch die Gärten machen. Auf 1200 m Höhe ist es „nur noch“ 20 Grad warm, aber man sieht auf den Peñalara hoch, und dort liegt noch Schnee.

An der Kasse und am Eingang ist aber eine Riesenschlange, und so kehren wir um, die halbe Stunde Spaziergang durch den Ort mit Blick auf die Sequoia-Bäume ist aber auch schön.

Über den Navacerrada-Pass geht es zurück nach Madrid, dort dann an den Bergen entlang durch Manzanares el Real, wo aber der einzige freie Parkplatz an der Tankstelle ist.

Nun ist der Frühling auch daheim angekommen, und es ist bestes Wetter in Madrid. Nicht nur bei den Menschen sprühen die Glückshormone, auch die Spatzen sind ganz aufgedreht und kuscheln heftig.

Weil es so schönes Wetter ist, machen wir am nächsten Tag mal eine Autopause und nehmen die Cercanías zu unserem Ausflugsziel. Von der Station aus sind es 30 Minuten zum „La Colina“, einem schicken Restaurant mit schönem Blick. Hier speisen wir sehr fürstlich und freuen uns noch einen Tag mit meinem Vater verbringen zu dürfen!

Zum Abschluss noch ein gratis Sextape:

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