Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

May the festivities commence!

Auf dem Weg zur Bootsanlegestelle geht es wieder durch die Marktstraße, und heute rattert die Zuckerrohr-Saftmaschine lautstark. Ok, nicht so lautstark, dass sie die hupenden Fahrzeuge übertönt, aber laut. Ein paar Schritte aus dem wildesten Getümmel heraus lagert die Affenbande, die semi-bequem auf dem Zaun sitzen.

Die Bootsfahrt kostet etwa 4€ pro Nase und dauert knapp 20 Minuten, einmal zu beiden großen Seepalästen und mit Blick auf die Stadt und die Berge.

Schwimmwesten anlegen ist Pflicht, und die Motoren werden sechsäugig genaustens inspiziert, sicherer geht es kaum!

Wir werden während der Fahrt von mindestens der Hälfte der Menschen am Boot mehrfach fotografiert, meine Hemmungen andere Menschen zu fotografieren ist fast komplett verschwunden.

Den letzten Abend in Udaipur wollen wir nochmal auf die Rooftop-Bar, das ist nur 2 km von hier. Aber davon sind mehr als die Hälfte an der großen vielbefahrenen Straße, und so nehmen wir uns ein Auto. Das war eine gute Idee, heute geht es wieder mehr zu, und am Ende müssen wir die letzten 200 Meter laufen, weil sich 2 Autos (die Sorte mit 4 Rädern) verkeilt haben, und keiner zurückweichen will – die Polizei muss einschreiten und die Straße freimachen, ein totales Chaos – und alle hupen, als würde es die Situation lösen.

(Sorry, meine Beste hat Vertical Video Syndrome!)

Die Bar hat immer noch eine tolle Aussicht, und der Sonnenuntergang ist immer noch wunderschön!

Wir gönnen uns heute zwei Smoothies, ein Mango-Minze und ein Green Irgendwas. Gabis ist besonders böse-böse, weil mit Eiswürfel. Aber nach einer Woche ohne jegliche Magenprobleme werden wir unvorsichtig, und wollen die Köstlichkeiten des Landes voll genießen!

Auf der Terrasse die vorgestern noch glattgeflext wurde steht heute schon das Dachgerüst. Es geht voran in Indien!

Auf dem Heimweg wird es laut: Heute Abend beginnen die Dussehra-Parties, am Clocktower wird der Boden nochmal gefegt, und die Musik brüllt schon in eine Lautstärke, dass 50 Meter von den Boxen entfernt die Ohren schmerzen.

An jedem kleinen und großen Platz hängen Leuchtgirlanden, Kronleuchter und bunte Tücher, und es schalmeit die Gassen entlang.

All das braucht viel Strom, vielleicht ein wenig zu viel – während ich das hier schreibe gehen zum zweiten Mal die Lichter aus, und ich sitze im stockdunklen Hotelrestaurant, nur beleuchtet vom Laptop-Licht. Wie romantisch!

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