Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Parque Juan Carlos I

Im Osten Madrids, zwischen dem Flughafen und der Messe, liegt ein großer Park voller Skulpturen. Benannt ist er nach dem vorherigen König Juan Carlos I, verehrt dafür, dass er nach der Franco-Diktatur dem Land die Demokratie verpasst hat. Und in Schande gefallen, weil er ein typischer korrupter reicher, weißer alter Mann ist, für den Recht und Gesetz nicht gelten. Und halt, weil er im 21. Jhdt. immer noch glaubt, dass ein imaginärer sogenannter Gott ihn auserwählt hat, oberster Chef Spaniens zu sein.

Mein Spaziergang beginnt nördlich des Parks in Valdebebas, hier entsteht gerade ein neuer Stadtteil. Die großen, breiten Straßen gibt es schon, und einen 300m langen Alibi-Radweg, der aber sehr nutzlos erscheint, weil an beiden Enden Radfahrer nicht in der Verkehrsplanung bedacht wurden.

Man blickt von hier über den Flughafen hinweg auf die Mesas dahinter, ansonsten ist das hier im Wesentlichen Brachland und ein großes umzäuntes Sportgelände.

Nach dem Tunnel unter der Autobahn hinweg, geht es ein Stück an der Messe entlang, und dann in den Park.

Dort stehen viele Skulpturen, und eine Pyramide aus Solarpaneelen, die immerhin die Fahrzeuge der Parkinfrastruktur laden. Ein fragezeichenförmiger See mit kleinen Wasserfällen umschließt eine Halbinsel in der Mitte des Parks.

Der Aussichtspunkt rechts der Brücke hier ist der „Winter-Aussichtspunkt“ (Mirador de invierno), umgeben von Zypressen und mit Blick auf Palmen ein merkwürdiger Name.

Südlich der Messe verlasse ich den Park, und bin umgeben von Cosplayern. Irgendein Event scheint in der Messe stattzufinden, und so sieht man an jedem Eck vorwiegend Mädchen und Frauen mit Perücken, viel Schminke und lustigen Kostümchen.

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