Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Weiter durch den Wald

Am nächsten Morgen ist es wolkig und grau, und es geht weiter wie gestern: Wald. Im Laufe des Tages nimmt die Bevölkerungsdichte ein wenig zu – was allerdings relativ ist. Eigentlich fahre ich den ganzen Tag durch einen zusammenhängenden Ort. Entlang der Strasse steht eine Kette von Häusern, kaum ein Kilometer ohne ein Haus. Zwischendrin ist dann mal ein Ortskern mit ein paar Läden, Kirchen (und noch mehr Kirchen) und Fastfood. Auch wenn die Häuser nicht mehr so schick sind wie in dem reichen Florida und hier viele dieser Fertighäuser stehen, die mit dem Laster geliefert werden, es sieht nicht ärmlich aus. Am frühen Nachmittag macht sich dann langsam eine Veränderung bemerkbar: Der weiße, sandige Boden wird immer wieder von roter Erde durchzogen und die Zusammensetzung des Waldes verändert sich. Am Morgen waren nur wenige Eichen zwischen den Pinien zu sehen, jetzt werden es mehr und mehr. Außerdem wird der Boden wellig, sanfte Hügel machen die Strecke deutlich interessanter und weniger ermüdend. Zur Krönung reißen die Wolken auf und die Sonne kommt heraus.

An der Grenze zu South Carolina ist der Savannah River zu einem wunderschönen See aufgestaut, hier sieht man schön wie sich roter und weißer Boden hier abwechseln. An einer anderen Stelle ist das Ufer sandig und von Muscheln durchzogen wie am Meer, doch das ist inzwischen weit weg.

In South Carolina wird es dann immer hügeliger, und wenn man die Augen zusammen kneift könnte man meinen im Alpenvorland zu sein. Und in „Promised Land“ ist es dann endlich so weit: Die ersten Ausläufer der Smoky Mountains sind zu sehen. Halleluja!

Der „Old Highway 25“ führt durch ein Tal an einem schönen Bach entlang nach North Carolina, und auch hier bin ich nicht der erste Deutsche.

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Thema von Anders Norén