Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Denver – Just passing through

Die fast den ganzen Flug durchgehend geschlossene Wolkendecke endet 20km vor Denver und gibt den Blick auf eine flache, braune Fläche ohne jegliche Erhebungen frei, die im Westen abrupt in die Rockies übergeht. Die Sonne lässt die Berge leuchten und der Anblick ist überwältigend! Leider kriege ich durch die Flugzeugfenster kein vernünftiges Bild hin, aber im Kopf ist es gespeichert.

Vom Flieger geht es direkt zum Mietwagen-Terminal. Wir haben einen Full-Size-SUV gebucht. Der Typ von National sagt dass der mit unseren Koffern sicher nicht reicht, aber er kann uns ein Special Offer Upgrade anbieten auf einen Lincoln Navigator – normal $349, weil wir so nett sind für nur $250. Ich lehne ab, er geht auf $150 runter. Weil der tatsächlich deutlich geräumiger ist biete ich $100 und er stimmt sofort zu.

Was er bisher verschwiegen hat: $100 pro Tag, ich soll also auf die knapp 1200€ die schon bezahlt sind noch mal fast $2000 drauf legen! Natürlich mache ich das nicht, aber da fällt ihm ein dass wir ja noch eine zusätzliche Versicherung für $7 pro Tag brauchen (nein, brauchen wir nicht!), und dann fällt noch eine One-Way-Tax für $399+Taxes an. Ich erkläre ihm das wir bereits One-Way gebucht und bezahlt haben, er ist anderer Meinung. Wir einigen uns darauf dass das mein Reisebüro mit ihm klärt. Abzocker…

Jetzt erst mal ins Hotel und viel Schlaf nachholen!

Am nächsten Morgen verlassen wir Denver mit dem Chevrolet Tahoe (der unsere Koffer selbstverständlich spielend aufnimmt) in Richtung Berge und direkt nach der Stadt geht es schon bergauf. Es liegt auch immer mehr Schnee und die Luft wird dünner.

Also, echt dünner: Noch keine 100km gefahren blinkt es im Tacho – Reifendruck hinten links ist zu niedrig! Also ab vom Highway und zur nächsten Tanke. Dummerweise zeigt die Luftpumpe dort keinen Druck an, so dass ich auf Verdacht pusten muss. Dann ein paar km fahren, Reifendruck prüfen (natürlich zu hoch), etwas ablassen, wieder prüfen, wieder ablassen. Irgendwann passt der Druck und die Luft bleibt auch drin.

Nach zwei Stunden sind wir dann am Tunnel in 3300m Höhe, und als wir da rauskommen klappen die Münder – eine Aussicht wie aus dem Bilderbuch! Toll.

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