Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Los Quemados

Hinter El Escorial geht es in den südlichen Teil des Guadarrama Nationalparks. Hier waren wir im Januar schon mal, und wollten unbedingt mal im Sommer campen gehen. Das Navi im Auto besteht darauf, dass man direkt von der Autobahn hoch fahren kann, und Google stimmt dem zu. Oooookaaayyy… mal kucken.

Mit Schrittgeschwindigkeit geht es von Schlagloch zu Schlagloch, für 3km brauchen wir 45 Minuten, dann ist es zwischen den Schlaglöchern asphaltiert. Zurück dann halt doch den großen Bogen…

Der Campingplatz ist wie inzwischen fast alle mehr so etwas wie ein Kleingartenverein mit 90% Dauercampern und Gartenzwergen. Wir sind ganz dankbar, dass wir ganz an den Rand platziert werden. Kurzzeitgäste sind praktisch keine da, so haben wir viel Platz um uns herum.

Von hier geht es den ausgetrockneten Bach bergauf, der Weg sieht aus wie die „Strasse“, über die wir gekommen sind!

Oben angekommen finden wir einen kleinen Stausee, vermutlich die Wasserversorgung für den Campingplatz. Während ich noch auf der Staumauer sitzend Stille und das Wasser genieße, ruft Gabi plötzlich von irgendwo aus dem Wald am anderen Ende des Sees. Hier geht es noch einige Meter steil hoch, und dann sehe ich, was sie so begeistert.

Wale und Krokodile liegen hier auf der Hochebene versteinert rum, und irgendwie erinnert das hier sehr an den Joshua Tree NP in Kalifornien.

Was ich aber nicht verstehe, ist der Name der Gegend: „Los Quedamos“ bedeutet „Die Verbrannten“. Hier ist es vergleichsweise grün, verbrannt ist es unten in der Glutpfanne. Nachts wird es sogar ansatzweise kühl im Zelt, ich muss mich früh morgens gut zudecken.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2020 Unterwegs

Thema von Anders Norén