Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Cuenca

Heute geht es als Erstes wieder zum Flughafen. Nicht, weil schon wieder Rückreise angesagt wäre, sondern weil wir etwas mobiler sein wollen. Auf dem Weg zum Mietwagen haben wir noch ein wenig Zeit, so bummeln wir über einen Markt, an dem es auch Gewürze gibt.

Mit einem Toyota Aygo geht es dann vom Flughafen Barajas Richtung Osten. Das Schnauferl ist ungefähr so sportlich wie ich, die putzige Blechkiste ist extrem untermotorisiert. Dennoch kommen wir flott voran, nach wenigen Kilometern ist absolut nichts mehr los, über lange Strecken sind wir komplett alleine auf der Autobahn. So kann ich rechts und links die Landschaft genießen, die Hügel sind oft schön geschichtet und ziemlich bunt.

Unser Ziel ist Cuenca. Die Altstadt liegt auf einer Felsschulter zwischen zwei steilen Canyons, und die Häuser sind bis zur Steilkante und darüber hinaus gebaut. Als „Casas colgadas“ sind die hängenden Häuser eine Touristenattraktion, aber aktuell ist ja glücklicherweise off-season.

Wir fahren im rechten Canyon 5km an der Stadt vorbei, dann kann man auf das Plateau hoch und wieder zurück zur Stadt. Hinter der Stadtmauer parken wir und laufen – auf der „Schulter“ – durch die Stadt bergab bis zur Spitze des Plateaus.

Die Strassen sind bis auf den Marktplatz eng, und immer wieder kann man durch Lücken nach rechts oder links sehen, dass es dort steil bergab geht.

Ich freue ich mich, als ich eine in ein Restaurant verwandelte Kirche sehe – ein paar Meter weiter steht zwar eine deutlich größere Kirche, aber ein guter Anfang ist besser als nichts!

Noch ein Stück weiter stand früher die maurische Burg, hier ist jetzt ein Museum mit klasse Aussicht!

Die Sternwarte steht auf dem Science Museum, dessen riesiges Plakat direkt zum Kloster zeigt. Hihi!

Die Sonne scheint durch eine komische Wolkenschicht und erzeugt einen Regenbogen-Halo. Das bleibt bis zum Sonnenuntergang so, und macht diesen ziemlich spektakulär. Glücklicherweise fahren wir auf dem Heimweg ziemlich direkt in ihn hinein, sodass auch ich das Schauspiel voll genießen kann.

Als wir Madrid wieder erreichen, ist es bereits dunkel.

Ein sehr geglückter Tag, Cuenca war faszinierend. Und so ganz ohne Gedränge und Reisegruppen kann man das auch voll genießen!

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