Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

South Llano State Park

Nachdem ich Del Rio links liegen lasse (streng genommen rechts, aber ich bin mal nicht so) geht es in die „Hill Country“. Die Vegetation wird dichter, es gibt wieder Bäume, gelegentlich stehen sogar dicke und prächtige Eichen am Wegesrand – wenn man die Augen zusammen kneift sieht man Huck Finn mit einem Grashalm im Mund und über die Augen geschobenen Strohhut drunter liegen.

Die Landschaft ähnelt jetzt der Toskana, nur mit Kakteen. Und Rinderfarmen statt Feldern. Hoch und runter, rechts und links schlängelt sich der Highway, und irgendwann erkennt man rechts den „South Llano“, ein schönes Bächlein der sich ein Tal in die Landschaft geschnitten hat.

Der Park ist recht klein, nur ein paar Quadratkilometer Bach und Hochufer. Am Morgen packe ich mein Rad und mache mich daran den Park zu erkunden, aber die Trails sind an einigen Stellen ganz schön steinig, das ist dann wohl eher für Mountain Bikes gedacht. Trotzdem sehr schön, als ich nach einer dreiviertel Stunde wieder zurück bin hindert mich nur das kühle Wetter daran weitere Wege zu erkunden.

Was mir bei der Fahrt auffällt: Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Highway ist meistens bei 70mph (112km/h), mit dem RV fahre ich allerdings selten schneller als 60mph. Und damit bin ich nicht allein, kaum ein Auto fährt so schnell wie erlaubt. Auto heißt hier in Texas übrigens praktisch ausnahmslos Pickup oder gelegentlich Jeep oder SUV. Und im Gegensatz zu München macht das hier auch echt Sinn – die meisten Leute leben auf Ranches die nur über eine ungeteerte Strasse erreichbar sind und oft über eine Stunde vom nächsten Supermarkt entfernt liegen.

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Thema von Anders Norén